Injektage

Eines der bekanntesten Verfahren der Trockenlegung – die Injektage

Wie bei anderen Verfahren wird eine Injektage dann vorgenommen, wenn die Kapillarwirkung des Mauerwerks auf die Feuchtigkeit verhindert werden soll. Konkret wird damit ein Aufsteigen der Feuchtigkeit vom Erdreich in höhere Bereiche der Wände verhindert.

Destra Bauservice – Fachbetrieb für Trockenlegung
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Ob das Verfahren angewandt werden kann, ist abhängig von der Beschaffenheit der Wände. Folgende Faktoren beeinflussen die Effektivität der Injektage:

–        Vorliegen von Poren im Mauerwerk,

–        Anteil der bereits vorhandenen Feuchtigkeit in der Wand,

–        eventuell bereits durchgeführte Trocknung.

Konkret muss die Wand aus einem Material bestehen, das selbst über Poren verfügt. Dies ist üblicherweise bei Ziegeln der Fall oder bei Mischmaterialien. Des Weiteren dürfen diese Poren nicht mehrheitlich bereits von Feuchtigkeit durchdrungen sein. In diesen Fällen ist zwar eine Injektage möglich, jedoch nur nach vorheriger Vortrocknung durch Bautrockner oder vergleichbare Geräte. Unter Umständen kann auch ein anderes Verfahren hier vorteilhafter sein.

Der konkrete Ablauf des Verfahrens

Wenn eine Injektage vorgenommen werden soll, werden zunächst mehrere Bohrlöcher in geringem Abstand in das Mauerwerk eingebracht. Der Abstand beträgt zumeist nicht mehr als 12 cm. Die einzelnen Löcher haben einen ungefähren Durchmesser von unter einem halben Zentimeter.

Die Bohrlöcher überlappen sich im Idealfall auf der Höhe der Achsen. Die Löcher können so gestaltet werden, dass sie vom Beginn bis zum hintersten Ende gleich mehrere Fugen durchstoßen. Das hat den erheblichen Vorteil, dass eine Schicht errichtet wird, die auf der ganzen Breite den Aufstieg der Feuchtigkeit verhindert. Im Idealfall gibt es zwei Reihen von Bohrlöchern übereinander, die untereinander versetzt sind. Die Reihen sind parallel und die Bohrlöcher jeweils um eines versetzt.

Das Injizieren der Flüssigkeit

Bei den historisch ersten Versuchen der Injektage wurde die Flüssigkeit unmittelbar mit einer Injektagespritze in die Wand gegeben. Das hatte den Nachteil, dass nicht nachvollziehbar war, ob die Flüssigkeit eine Sperrschicht ausbildet oder irgendwo versickert.

Heute wird die Flüssigkeit über einen zusätzlichen Behälter am Bohrloch eingebracht, der weitere Flüssigkeit enthält. Mit dem Gleichbleiben oder stärkeren Abnehmen der Flüssigkeit durch die Kapillarwirkung kann ein versteckter Hohlraum, wo die Flüssigkeit einfach stehen bleibt, aufgespürt werden.

Ein Verfahren, das immer weiter verbessert wird

Wie bereits aufgezeigt, wurde das Verfahren der Injektage fortlaufend weiterentwickelt. Eine weitere Verbesserung, die auch in der Stadt Leipzig und Umgebung vielfach angewendet wird, ist die Verwendung eines Hohldochtes.

Im Gegensatz zu früheren Verfahren mit Spritzen oder anderen Aufsätzen kann heute jedes Bohrloch über den Draht mit der Injektageflüssigkeit versorgt werden. Der Vorteil ist, dass durch den speziellen Draht nur soviel Flüssigkeit in das Loch gelangt, wie tatsächlich benötigt wird. Ein weiteres Verfahren zu Injektion der Flüssigkeit ist das sogenannte Druckverfahren. Hier ist der Druck beim Einbringen der Flüssigkeit sehr groß. Bei folgenden Häusern oder Mauerwerksmaterialien ist diese Methode notwendig:

–        altes Ziegelmauerwerk,

–        Mauerwerk aus Materialien, die Hohlräume beinhalten,

–        bei Verpressungen, die auch auf die Statik wirken.

Hohlräume bilden keinen starken Kapillardruck aus und können den Druck an sich durch die Größe des Hohlraums nicht stabil halten. Das führt dazu, dass sich aus der Injektageflüssigkeit keine stabile Schutzschicht ausprägt.

Verwendete Materialien für die Injektage

Grundsätzlich wird in folgende Mauerwerkskategorien für die Unterscheidung der Injektageflüssigkeit unterteilt:

–        altes Mauerwerk, das weiterhin nach Porösität des Materials unterschieden wird,

–        feuchtes Mauerwerk,

–        trockenes Mauerwerk.

Grundsätzlich dürfen die Inhaltsstoffe des daraufhin bestimmten Injektagemittels auf der Teilchenebene nur so groß sein, dass der Kapillarsog nicht behindert wird. Die konkrete Flüssigkeit wird nach der Begutachtung des Objektes bestimmt und mit den Bedürfnissen des Eigentümers abgestimmt.

Abschließende Informationen und Beurteilung

Die Injektage bietet für verschiedenste Objekte eine gute Lösung. Mit den genannten neuen Methoden ist es auch sehr sicher und dicht. Weiterhin kann auf kleinstem Raum mit dieser Methode vorgegangen werden. Die durchschnittliche Wirksamkeitsdauer der Methode liegt bei etwa 20 Jahren, kann jedoch vom konkreten Objekt abhängen.

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